Rückenoperation

Herzlich Willkommen auf meiner Internet-Seite zum Thema Rückenoperation!

 

Ich möchte Ihnen aus meiner Prozesserfahrung als Fachanwalt für Medizinrecht die häufigsten Fehlerquellen bei Rückenoperationen darstellen und gut gemeinte Empfehlungen geben, was im Falle einer Rückenerkrankung zu beachten ist. Das nachfolgende Wissen entstammt aus einer unübersehbaren Zahl von Prozessen wegen misslungener Rückenoperationen. Wichtig: Meine Prozesserfahrungen stellen weder eine medizinische Beratung dar noch eine Diagnose und sie ersetzen auch keinen Arztbesuch!

Rückenbeschwerden gehören zu den weit verbreiteten Volkskrankheiten. Sie entstehen, von Unfällen oder banalen Sportverletzungen einmal abgesehen, in aller Regel entweder durch einen Bandscheibenvorfall oder durch eine Wirbelkanalstenose.

Bandscheiben sind die gallertartigen Puffer zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule. Mit zunehmendem Alter trocken sie oftmals aus und bilden Vorwölbungen. Man nennt das eine Protrusion der Bandscheibe. Diese verursacht mäßige bis gar keine Beschwerden. Es kann aber auch passieren, dass der Faserring um die Bandscheibe reißt und das gallertartige Bandscheibengewebe austritt. Dann liegt ein echter Bandscheibenvorfall vor. Wenn das Bandscheibengewebe auf Nerven drückt, die in dieser Region sehr häufig sind, kommt es von Missempfindungen ("Ameisenlaufen") über heftige Schmerzzustände bis hin zum Cauda-Syndrom, der Lähmung von Blase oder Mastdarm. Das Cauda-Syndrom ist ein neurochirurgischer Notfall: Suchen Sie sofort das nächste Krankenhaus, möglichst mit einer Fachabteilung für Neurochirurgie, auf. Es muss innerhalb von maximal sechs Stunden operiert werden, sonst drohen schwere, bleibende Schäden. Bandscheibenvorfälle ereignen sich am häufigsten in der Lendenwirbelsäule, seltener im Bereich der Halswirbelsäule und sehr selten in der Brustwirbelsäule. Wo der Bandscheibenvorfall liegt, erkennen sie oft an den ausstrahlenden Schmerzen: Sind diese im Arm, ist die Halswirbelsäule betroffen, richten sie sich in die Beine, ist die Lendenwirbelsäule betroffen.

 

Nach neuesten Untersuchungen sind fast 80 % aller Rückenoperationen unnötig (das eben benannte Cauda-Syndrom einmal ausgenommen). Das liegt daran, dass Bandscheibenvorfälle oftmals entweder völlig konservativ oder aber nur durch minimal-invasive Methoden behandelt werden können. Hin und wieder verschwinden die Beschwerden auch von alleine. Beachten Sie folgende Alternativen zu einer Bandscheibenoperation:

  1. Massagen
  2. Physiotherapie
  3. computergesteuerte Infiltration von Schmerzmitteln in die Gegend der betroffenen Nervenwurzel (nie direkt in diese hinein)
  4. Racz-Katheter
  5. minimal-invasive Verfahren zur Abtragung gewisser Bandscheibenvorfälle ohne Vollnarkose (LASE, YES, THESSYS I-III)
  6. und anderes mehr.

Ich empfehle Ihnen, sich vor jeder Rückenoperation genau nach den infrage kommenden Alternativen und den spezialisierten Kliniken zu erkundigen. Das Internet bietet reichlich Möglichkeit dazu. Merke: Ein Bandscheibenvorfall ist (fast) nie ein Notfall, Sie haben Zeit!

Wirbelkanalstenosen sind Verengungen des Knochens, durch den die Nerven der Wirbelsäule hindurchlaufen. Diese entstehen oft altersbedingt und sind deswegen schlechter zu vermeiden als Bandscheibenvorfälle. Durch die Verengung werden die Nerven nach und nach erst beengt und dann eingequetscht. Die konservative Behandlung ist hier ungleich schwieriger. Dennoch existieren auch hier unterschiedliche Operationsverfahren, die unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen. Erneut: Informieren Sie sich vorher über die Methoden und die Qualität der Kliniken, eine Wirbelkanalstenose ist ebenfalls kein Notfall, Sie haben also noch Zeit.

  

Die weitaus häufigsten Probleme entstehen bei Rückenoperationen an den Bandscheiben. Ich benenne aus meiner Prozesserfahrung folgende, immer wiederkehrenden Fehlerquellen:

  1. Falsche Indikationsstellung zur Rückenoperation (OP ohne zwingenden Grund)
  2. Fehlende Aufklärung über Behandlungsalternativen
  3. Infektionen der OP-Wunde, die im Wirbelsäulenbereich besonders schwer zu therapieren sind
  4. Fehlerhafte Positionierung der künstlichen Bandscheibe ("cage") oder der Schrauben
  5. das gefürchtete Postdistektomiesyndrom (da, wo vorher die Bandscheibe auf den Nerv drückte, drückt jetzt die Narbe der OP-Wunde auf den Nerv)
  6. oder, umgekehrt: Zu späte Indikationsstellung zur (manchmal durchaus erforderlichen) Operation mit der Gefahr bleibender Nervenlähmungen
  7. Vermehrte Narbenbildung aufgrund wiederholter Operationen an derselben Stelle (Folge: das eben benannte Postdistektomiesyndeom)
  8. Einbringen von (toxischem) Methylenblau in den Intraduralkanal
  9. und anderes mehr.

Sollten Sie bei einer Rückenoperation zu Schaden gekommen sein, nehmen Sie doch gerne Kontakt nach hierher auf. Wir klären gemeinsam auf, ob ein Behandlungsfehler unterlaufen ist und setzen Ihre Ansprüche durch - bundesweit.

 

Anwaltskanzlei RAuFAMedR Martin Schmid

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Herzlichst,

Ihr Martin Schmid

Impressum: Diese hp wird ausgebracht von Martin Schmid, Beruf: Rechtsanwalt, verliehen und ausgeübt in Deutschland, Finanzamt Mannheim-Neckarstadt, St.-Nr. 37351/28439, Aufsichtsorgan Rechtsanwaltskammer Karlsruhe, Reinhold-Frank-Str. 72, 76133 Karlsruhe, dort Gelegenheit zur Streitschlichtung bei Meinungsverschiedenheiten, Haftpflichtversicherung bei der Gerling-Versicherung Köln, Berufsrecht einzusehen unter www.brak.de.